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Dein Leben gleicht einer Fernsehserie, *Name*! Du kannst jetzt nämlich beides beeinflussen…

Lesezeit: 7 Minuten.

Inhalt

Unerwartete Wendungen sorgen für Spannung, sowohl im Leben als auch in Serien. Das ist zwar schön aufregend, aber nicht jedermanns Sache. Manche würden diese Wendungen nämlich gerne beeinflussen.

Das hat auch Netflix längst erkannt. Auf deren Webseite steht folgendes zu lesen: 

Mit interaktiven Titeln erleben Sie Netflix auf ganz neue Art. Bei jedem Titel treffen Sie Entscheidungen für die Figuren und beeinflussen auf diese Weise den weiteren Verlauf der Geschichte. Jede Entscheidung führt zu einem anderen Abenteuer, sodass Sie sich den Titel mehrmals ansehen können und jedes Mal eine neue Geschichte erleben. 1

Auf Netflix gibt es inzwischen 11 interaktive Serien – von Bandersnatch, über Buddy Thunderstruck bis zu Du gegen die Wildnis, wo du “wichtige Entscheidungen treffen musst, die dem Protagonist Bear Grylls dabei helfen, in der unerbittlichen Natur zu überleben”.

Das klingt doch toll, dachte ich, der Hobby-Abenteurer, und schaute eine interaktive Folge Du gegen die Wildnis – aber glaub mir, *Name*, beim RTL-Dschungelcamp teilzunehmen, ist ein Wellnessurlaub dagegen.

Netflix interaktive Fernseherie

Pack den Enterhaken ein!

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    Meine erste Entscheidung bestand darin, ob der Protagonist einen Enterhaken oder eine Steinschleuder als letzten Ausrüstungsgegenstand mitnimmt, ehe er aus dem Flugzeug in einen vor gefräßigen Piranhas und Krokodilen nur so wimmelnden Fluss im Urwald springt. Ich habe eher wenig Erfahrung mit derartigen Situationen, also entschied ich mich für den Enterhaken.

    Eine harmlose Steinschleuder würde die gefährlichen Tiere, die im Vorspann vorgestellt wurden, wohl kaum jucken. Mit einem Enterhaken hingegen, könnte man sich in letzter Sekunde auf einen Baum retten, falls ein Tiger angerannt käme – dachte ich in aller Eile, weil man für diese Entscheidung auf Leben und Tod nur wenige Sekunden Zeit bekommt. Ich klickte also auf ›Enterhaken‹.

    »Gute Wahl!«, lobte mich der Typ im Bildschirm im nächsten Ausschnitt und packte den Enterhaken in seinen Survival-Rucksack. Ich war jetzt schon stolz wie Indiana Jones, nachdem er den verlorenen Schatz fand. Dann sprang der ehemalige Soldat in den Fluss und schwamm heil ans Ufer. Dort angelangt, wollte Bear Grylls von mir wissen, ob er sich nun mit einer Machete durch den Dschungel kämpfen, oder besser dem Flusslauf folgen sollte? »Woher soll ich das wissen?«, antwortete ich ihm. Doch diese Option ließ Netflix leider nicht zu.

    Dann schon lieber von einer Boa Constrictor erwürgt werden.

    Ich musste also innerhalb von Sekunden für ihn entscheiden, ob er lieber von einem Krokodil neben dem Fluss verspeist oder von einer Boa Constrictor im Dickicht erwürgt werden sollte. Dabei benötige ich im Supermarkt schon eine Minute, um mich zwischen einer Packung Tagliatelle oder Tortellini zu entscheiden. Da ich kein Blut sehen kann, entschied ich mich für die Schlange als sauberste Variante und drückte mit meinem zitternden Zeigefinger auf ›Machete‹. Leider passte das dem Kerl aber gar nicht in den Kram.

    »Du willst also wirklich, dass ich mich durch diesen gefährlichen, dichten Dschungel kämpfe, in dem es vor Jaguaren, Taranteln und Riesenschlangen nur so wimmelt?«, beschwert er sich und fuchtelt mit der Machete vor meiner Nase rum. Zum Glück hat mein Laptop keine 3D-Funktion, ansonsten hätte ich jetzt eine Frisur wie ein Mönch im Mittelalter.

    Das ging auch eine Weile gut im Dickicht, bis der Hauptdarsteller mich vor die Wahl stellte, ob er auf einen riesigen Baum klettern sollte, um einen besseren Überblick zu haben, oder stattdessen in eine dunkle Höhle gehen sollte. Ich könnte mir selbst mit einer Leiter nicht vorstellen, auf diesen hohen Baum zu klettern – geschweige denn mit einem Enterhaken. Aber der Typ schien das drauf zu haben, und in der Höhle knurrte etwas. Es klang nach einem Gorilla, dessen Nachwuchs gerade gekidnappt wurde. Deshalb entschied ich mich für die Kletterpartie.

    Netflix Bear Grylls

    »Also gut, machen wir das!«, stimmte er mir freundlich zu. Wow! Der Mann gehorcht mir tatsächlich aufs Wort. In Punkto Folgsamkeit, könnten sich meine beiden Teenagertöchter ein Beispiel an diesem Schauspieler nehmen, dachte ich. 

    Ob er es schaffte und wie es danach weiterging, wäre an dieser Stelle zuviel des Spoilers, nur soviel: Netflix hat mein Abo nicht gekündigt, und der Protagonist lud mich am Ende sogar persönlich ein, Teil 2 zu schauen. Vielleicht habe ich meine Sache also gar nicht so schlecht gemacht, und obwohl ich hinterher auf meiner Couch heftiger schwitzte, als dieser verwegene Typ im Regenwald, fand ich Gefallen an interaktiven Fernsehserien.

    Als Romantiker würde ich auch gerne Liebeskomödien interaktiv beeinflussen, um die Damen heldenhaft vor den Machos zu bewahren, aber das ist auf Netflix (noch) nicht möglich. Es sind schon jetzt viele Titel verfügbar und es werden noch mehr hinzukommen, versichert der Konzern seinen Abonnenten. Das lässt mal stark vermuten, dass wir es hier mit einem neuen Megatrend zu tun haben, der sich auch in anderen Ländern und außerhalb von Netflix verbreitet.

    Alma und das verschwundene Mädchen.

    Bereits 2017 startete die spanische Serie “Si fueras tú” (deutsch: “Wenn du das wärst”). Sie funktioniert nach genau demselben Prinzip, bezieht jedoch die sozialen Netzwerke ein. In der interaktiven Serie des spanischen Senders RVTE, geht es um die 17-Jährige Alma, die mit ihrem Onkel in eine neue Stadt zieht. Ihre Eltern sind für den Job nach Neuseeland ausgewandert. Dahin kann sie aber erst gehen, wenn sie in Spanien ihr letztes Schuljahr absolviert hat. 

    Als Alma zum ersten Mal ihre neue Schule betritt, starrt sie jeder an. Schnell wird klar, warum das so ist: Alma sieht genauso aus wie Cris – ein Mädchen, das auf dieselbe Schule ging und vor einem halben Jahr spurlos verschwunden ist. Am Ende jeder Folge werden die Zuschauer vor die Entscheidung gestellt, wie Alma in bestimmten Situationen reagieren soll. Dabei kann via Facebook oder Instagram zwischen zwei Optionen gewählt werden. Erst danach gehen die Schauspieler auf das Set, um die neue Folge nach den Wünschen der Zuschauer zu drehen.

    Ihren Ursprung fanden interaktive Serien übrigens im Gaming. Spieler können schon seit Jahren mitbestimmen, was im Next Level geschehen soll. Passend zum Thema Gaming haben wir einen weiteren interessanten Artikel für dich, *Name*:  Zeit für ein Level-Up. Top 4 Gamification Faktoren für Dein E-Commerce Marketing.

    Interaktive Fernsehserien - das Product-Placement der Zukunft?

    Für die Produzenten gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, als dich zwischen einem Krokodil oder einer Riesenschlange wählen zu lassen. Z.B etwas weniger dramatisch zwischen…

    Sugar Puffs oder Frosties?

    In der Serie Bandersnatch haben die Zuschauer zehn Sekunden lang Zeit sich zu entscheiden, was der Schauspieler zum Frühstück essen soll. Zugegeben, ich habe keine Ahnung, welche folgenschweren Konsequenzen das eine oder andere nach sich ziehen könnte. Vielleicht verlässt ihn seine Frau, wenn er zu Frosties greift? Oder er wird wegen der Sugar Puffs in einen Unfall verwickelt? Da gäbe es viele Möglichkeiten. Aber ich ahne, weshalb ich diese weitreichende Entscheidung treffen muss: Damit Netflix etwas über meine eigenen Vorlieben am Frühstückstisch herausfindet. 

    Ich beginne meinen Tag zwar weder mit dem einen noch mit dem anderen, dennoch tun sich hier jede Menge Datenquellen auf. Ich entschied mich übrigens für Frosties, und fürchte, das wird nicht unregistriert bleiben – und nun bleibt es abzuwarten, welche Konsequenzen das für mein weiteres Leben haben wird. Meine Frau ist mir jedenfalls noch nicht davongelaufen…

    In einer Teenieserie könnte die Protagonistin ihre jungen Zuseherinnen fragen, zu welcher Hautcreme oder Lipgloss sie greifen sollte, ehe sie zum ersten Date geht.

    In einer Actionserie könnte der Held die Zuseher fragen, welches Auto er gleich für die Verfolgungsjagd nutzen sollte, etc.

    Hier gibt es unzählige Möglichkeiten – ebenso wie für die echte Content-Anpassung an die Bedürfnisse deiner Kunden und die Personalisierung deiner Kampagnen, z.B durch:

    Interaktive Marketing Videos

    Laut einer Studie des Social Media Experten Room 214, erzielen interaktive Videos eine Click-Through-Rate von 5-12%, im Vergleich zu normalen Videos mit 1-2%. Außerdem werden sie zu 90% vollständig angesehen, was bei traditionellen Videos nur bei 50-85% der Fall ist. 

    interaktive marketing videos

    Um interaktive Videos zu erstellen, musst du kein Steven Spielberg sein, *Name* – mit speziellen Softwares oder der End Screen-Funktion von YouTube ist es einfacher als du denkst. Hier wird erklärt wie es funktioniert: https://youtu.be/DeZdTcwYTJQ 

    Interaktive Videos sind besonders für personalisierte Kundenberatung, Social media Hypes oder im Recruiting geeignet. Mittels verschiedener Handlungsstränge können unterschiedliche Emotionen oder Charaktereigenschaften individuell angesprochen werden – von der spontanen Käuferin, zum bedachtsam agierenden Kunden, von der markenbewussten Dame, bis zum Schnäppchenjäger, etc. 

    Auf deiner Webseite steigern interaktive Videos Dank der längeren Verweildauer der Nutzer die SEO-Performance, und sorgen durch das einzigartige kreative Erlebnis dafür, dass deine Marke besser im Gedächtnis bleibt.

    Interaktive Marketing Videos bedeuten zwar etwas mehr Aufwand, der sich unserer Meinung nach jedoch in vielerlei Hinsicht lohnt!        

    Wenn dir der Artikel gefallen hat, freuen wir uns über deinen Like, *Name*. Gerne kannst du den Beitrag auch mit deinen Freunden und Bekannten teilen.

    Im Bereich personalisiertes Marketing haben wir übrigens einen weiteren Megatrend für dich, *Name*. Im Blogbeitrag Die Zukunft des Marketings: Hyperpersonalisierung findest du jede Menge tolle Tipps zu diesem interessanten Thema. 

    Wenn du möchtest, trete gerne in Kontakt mit uns und erfahre hier mehr über das Team hinter dem Blog.

    Referenzen:
    [1] ] Interaktive Serien und Filme auf Netflix

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