Skip to content Skip to sidebar Skip to footer

Zeit für ein Level-Up! Top 4 Gamification Faktoren für Dein E-Commerce Marketing

Lesezeit: 6 Minuten.

Inhalt

In Videospielen und Spiele-Apps erhalten User Belohnungen, wenn sie Endbosse besiegen, sich täglich einloggen oder Level aufsteigen. So werden sie bei jedem Besuch erneut zum Weiterspielen motiviert.

Dieses Prinzip findet auch im E-Commerce erfolgreich Anwendung, indem Kunden durch unterhaltsame Minispiele zu einem bestimmten Kaufverhalten motiviert werden und dafür von zusätzlichen Vorteilen oder Give-Aways profitieren. Die sogenannte Gamification erfreut sich als Marketing-Strategie bei Online-Händlern zunehmender Beliebtheit1, da sie Retention und Conversion Rate signifikant steigern und zudem – wenn richtig eingesetzt – auch den Personalisierungsgrad ausbauen kann.

Mit Gamification zur User Experience

Der Begriff Gamification kann mit Spielifizierung übersetzt werden (was wir im Folgenden zum Glück nicht tun werden) und beschreibt Maßnahmen, welche die von Usern gelernten Spielelemente und -mechaniken in einem ganz anderen Kontext verwenden. Allgemeiner bezeichnet Gamifizierung oftmals den Prozess, bei dem auf ein Gefühl der Belohnung und des Erfolgs abgezielt wird, um jemanden zu ermutigen, eine gewünschte Aktion auszuführen.

In einem ursprünglich spielfremden Anwendungsgebiet, in unserem Fall ein Online-Shop, werden demnach spielerische Komponenten integriert, um Kunden etwa zum Kauf, Teilen von Inhalten oder längeren Verweilen im Shop zu inspirieren.

Durch die Einbettung von Gamification können herkömmliche Internetauftritte und Shop-Strukturen nicht nur durch (virtuelle) Belohnungen interessanter gestaltet werden, sondern auch die User Experience enorm aufgewertet werden. Wer träumt nicht davon, die monotone Routine von Bestell- und Bezahlvorgängen durch anregende Minigames aufzupeppen, oder *Name*?

Sogar Auktionsplattformen wie eBay leben letztendlich nicht allein durch die mögliche Schnäppchenjagd, sondern locken User auch durch den bis zur letzten Sekunde bestehenden Konkurrenzkampf mit anderen Bietern an. Mithilfe der richtigen Ausspielung und Strategie können E-Commerce-Anbieter stark von Gamifizierungsmethoden profitieren, indem bspw. sie spielerische Elemente nutzerindividuell in den Kaufprozess einbinden. Damit können Online-Händler einige der häufigsten und zugleich auch schwierigsten Probleme im E-Commerce wie niedrige Warenkorbwerte und fehlende Kundenbindung zuverlässig lösen.

Die folgenden 4 Faktoren solltest du, *Name*, unbedingt in deiner Gamification-Strategie bedenken:

personalized Gamification
1

 Spielelemente am rechten Fleck

Du kannst die Komponenten der Gamifizierung in die unterschiedlichen Phasen und an die verschiedenen Touchpoints der gesamten Customer Journey integrieren. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass du dir deiner eigenen Unternehmens- wie auch Marketingziele bewusst bist und die spielerischen Elemente genau an der richtigen Stelle und bestmöglich zugeschnitten auf den jeweiligen User passend einsetzt.

In Kanälen sozialer Netzwerke können Gamification-Inhalte etwa die Interaktionsrate steigern und durch die Weiterverbreitung durch andere User potenzielle Neukunden erreichen, die anschließend die Unternehmens- oder Shop-Seite abonnieren bzw. dieser folgen.

Nutzt du Minigames in deinem eigenen Online-Shop, so ermöglicht dies dir, bei einer durchdachten Platzierung die Customer Experience enorm zu verbessern und die Abbruchrate von Bestellungen sowie die Bounce-Rate deutlich zu senken. Um beispielsweise für Kundenbefragungen oder Rezensionen mehr User gewinnen zu können, kannst du Gamification auch hier als motivierenden Faktor einsetzen.

Auch der Zeitpunkt innerhalb eines Kundenpfades kann entscheidend sein: So wecken Spielelemente beim Seitenaufruf etwa das Interesse des Users und laden zu einer längeren Verweildauer, während ein unterhaltsamer Bestell- oder Ladeprozess die Wiederkehrrate erhöhen kann.

2
Dein Kunde ist kein Chamäleon

Studienergebnisse2 der Universität Göttingen zeigen, dass Unternehmen durch den Gamification-Einsatz bewusst die Emotionen und das Kaufverhalten der Nutzer beeinflussen können, wobei diese Methoden insbesondere bei Digital Natives wirksam sein sollen. Da sich deine (potenzielle) Kunden jedoch nicht an deinen Online-Shop anpassen, sondern bei unpassenden Inhalten schnell das Interesse verlieren, solltest du als Online-Anbieter möglichst nutzerspezifische Gaming-Komponenten einfügen.

Neben der Auswahl einer bestimmten Spielmechanik solltest du dich zunächst entscheiden, ob du deine User durch in erster Linie unterhaltsamen Content intrinsisch oder aber durch materielle Belohnungen und Prämien extrinsisch motivieren willst. Während das erste Beispiel etwa Leaderboards mit Levelerhöhungen und virtuellen Abzeichen entspricht, umfasst das zweite Beispiel Loyalitätsprogramme wie PAYBACK oder My Starbucks Rewards.

Es gibt zahlreiche weitere Gamification-Maßnahmen3, die unterschiedliche Ziele verfolgen: von der Stärkung und dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen bis hin zum Gewinn neuer Kunden.

Der Ansatz der Personalisierung unterstützt dich hier, egal welches Ziel du übergeordnet verfolgst. Neben klassischen und kreativen Quiz-Varianten, Glücksrad-Modellen, Slogan- und Fotowettbewerben kannst du auch individualisierte Kunden-Avatare und Empfehlungsprogramme zum Einsatz bringen. Diese Gamification-Maßnahmen erfreuen sich verstärkter Beliebtheit.

*Name*, versetz dich einmal in deine Kunden und Shop-Besucher und entscheide dich für Spielmechaniken oder spielerische Elemente, die zu deiner Seite, deinen Produkten und Leistungen und – ganz wichtig – zu deinen Zielkunden passen.

3
Keep it simple!

Ein weiterer essenzieller Faktor für dein Gamification-Content ist Einfachheit und intuitive Steuerung. Damit dein Besucher den Spaß nicht verliert, sind eine leicht verständliche Bedienung, klare Regeln und ein schlichtes Spielprinzip ein klares Muss.

Wahrgenommene Anstrengungen oder Überforderungen beim Spielen sind Gift für erfolgreiche Gamification, bringen deine User um ihre Zeit, Geduld und Nerven – und dich letztlich um deine Konversion. Ggf. springt die Absprungrate sogar in die Höhe.

Auch in diesem Punkt ist deine Zielgruppe entscheidend: Je nach dem, welche Kundengruppen du ansprechen und motivieren möchtest, eignen sich ganz unterschiedliche Spielmechaniken und -designs. Dabei musst du auch nicht unbedingt an einer digitalen Umsetzung festhalten. Der Süßigkeitenhändler Olé Candy hat Gamifizierung für sich und seine Hauptkunden neu definiert, da er maßgeschneiderte Verpackungen mit Malbüchern für Kinder kombiniert hat. So profitieren sowohl Eltern als auch ihr Nachwuchs von den erlebnisorientierte Ausmalpaketen und einer kreativen Freizeitbeschäftigung.

4
Die Macht der Neugier

Schon Albert Einstein hatte eine eigentümliche Erklärung für seine Erfolgsgeschichte, indem er festhielt:

Ich habe keine speziellen Talente, ich bin nur leidenschaftlich neugierig.

Albert Einstein 

Neugier und das Bedürfnis nach Innovation bestimmen auch in puncto Gamification die Online-Shopper heutzutage. Grund dafür ist, dass beim erfolgreichen Stillen von Neugierde das Belohnungssystem des menschlichen Gehirns aktiviert wird. Da der User in diesem Sinne zum „homo curiositas4, dem neugierigen Menschen, zählt, sollten Anbieter wie du sich bei integrierten Spielelementen nicht nur an Shop-Sortiment und Zielgruppe orientieren, sondern zugleich mit Feingefühl und Kreativität neue Ideen umsetzen. 

Dabei macht neu nicht unbedingt neugierig: Sowohl das einfache Kopieren gängiger Gamification-Muster als auch die Reizüberflutung durch zu viel akustischen oder visuellen Input solltest du in jedem Fall vermeiden. Vielmehr solltest du drei der größten Eigenschaften deiner User für dich nutzbar machen: das Bedürfnis nach Unterhaltung, Belohnung und Überraschung

So zielte etwa der Online-Shop Helmexpress.com5 darauf ab, seine Facebook-Community zu mehr Aktivität zu motivieren, und konzipierte ein Gewinnspiel, bei dem Fans den sich bewegenden Gewinnerhelm in GIF-Format per Klick im richtigen Moment stoppen mussten. Mit einem geposteten Screenshot in den Kommentaren konnten Teilnehmer dann den hochwertigen Helm im Wert von ca. 500 Euro gewinnen.

Fazit: Gamification als klares Level-Up!

Dass die Customer Journey meist kein rationaler Prozess, sondern von Emotionen geleitet ist, leuchtet ein. Gamification-Maßnahmen bieten deinen Kunden sowohl eine definierte Vorgehensweise mit spielerischen Wegweisern und zu erreichenden Schritten als auch einen hohen Unterhaltungsfaktor. 

Auch kleine E-Commerce-Unternehmen können mit Gamifizierung ihre Marketingstrategie auf das nächste Level bringen. Insbesondere die Kombination eines personalisierten Shopping-Erlebnisses mit passenden Spielelementen beinhaltet große Potenziale, bisherige Konversions- und Wiederkehrraten zu optimieren.

Als Allrounder kannst du Gamification zudem auch für andere deiner Unternehmensbereiche wie im Corporate Learning6, Projektmanagement7 oder der Mitarbeitermotivation 8 effektiv einsetzen und nutzen.

Infos zum Gastautor: 

Milena entspringt der Generation Y und ist ein Millennial, wie er im Buche steht. Schon in ihrem Medien- und Kommunikationsstudium an der Uni Köln hat sie ihr Interesse für Online-Marketing und Digitalisierungsprozesse entdeckt. Das verfolgt sie nun mit spannendem Content zu Online-Themen bei ODOSCOPE weiter.

ODOSCOPE ist die führende Plattform für Situationalisierung, die digitale Kanäle auf Basis situationsbezogener Daten optimiert. E-Business Anbieter können so selbst unbekannten Besuchern individuell relevante Inhalte präsentieren – vollständig DSGVO-konform, automatisiert und in Echtzeit.

Kommentare anzeigenKommentare verbergen

Lass einen Kommentar da

Hey [Name]
Newsletter abonnieren

Abonniere unseren Newsletter und erfahren als Erster von neuen Blogbeiträgen
und wertvollen Tipps.


logo
Mach personized zu DEINER Seite!

Sag uns, wie wir dich ansprechen dürfen und erlebe die volle Portion Personalisierung.

Sei gespannt – es lohnt sich!